hier & jetzt

zitat des tages

tu, was du liebst.
sei nicht zu moralisch,
sei nicht einfach gut,
sei gut für etwas.
lass nichts zwischen dich und das licht treten.
(...)
henry david thoreau, aus den tagebüchern, 1837 - 1861

henry david thoreau | aus den tagebüchern

diese wunderbare welt, in der wir leben, ist eher erstaunlich als bequem, eher schön als nützlich, eher ein gegenstand der andacht als der ausbeutung. die ordnung der dinge sollte daher geändert werden: der siebte tag sollte der tag der arbeit sein, der tag, an dem wir unseren lebensunterhalt im schweisse unseres angesichts verdienen. die übrigen sechs tage aber sollten festliche tage der liebe und der seele werden - eine zeit, in der wir durch diesen weiten garten streifen, um uns den sanften einflüssen und subtilen eingebungen der natur zu überlassen.

ein tag bei ktcolor, uster

zitat | farbe in der architektur

während die gebaute umwelt zweifelsohne dreidimensional ist, wird sie heute in zunehmendem maße in zwei dimensionen kommuniziert: im film, im bild, im druck und auf dem bildschirm.
je mehr wir uns dieser hilfsmittel bedienen, desto mehr fangen wir an, die zweidimensionale wiedergabe der dinge für einen angemessenen ersatz ihrer tatsächlichen dreidimensionalen erfahrbarkeit zu halten.
farbe verändert unsere lesart der dritten dimension.
sie kann auf einer flachen ebene tiefe erzeugen und umgekehrt ein relief in eine scheinbare fläche verwandeln.
arbeitet man mit farbe in der architektur, trifft man unweigerlich auf unsere kulturell bedingte wahrnehmungskonvention der verflachung des raums.
farbe kann dabei zu einem vehikel der transparenz werden.
sie erklärt dem aufmerksamen beobachter eine fundamentale veränderung bei der wahrnehmung – und konzeption – von raum.
matthias sauerbruch

stefan muntwyler | farbe im material

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